Atmung – Wie funktioniert die eigentlich?

Von Lunge, Zwerchfell und dem Brustkorb

Bevor das Baby zum ersten Mal schreit, breitet sich das bis dahin gefaltete Zwerchfell (Diafragma) nach unten hin aus. Somit werden die Lungen mit Luft gefüllt und der Brustkorb weitet sich. Das Zwerchfell hängt jetzt flach und ausgebreitet unter den Lungen und ist am Brustbein, den vorderen Rippenbögen und dem Lendenwirbel befestigt. Mit dieser ersten kräftigen Einatmung, dem darauf folgenden kurzen Stillstand und dem anschließend kräftig, durchdringenden Schrei beginnt unser eigenständiges Leben.

Von da an wiederholt sich der Prozess des Absenkens des Zwerchfells während der Einatmung und heben während des Ausatmens bis ans Ende unseres Lebens 🙂 Wir müssen also nicht lernen zu Atmen. Sollte es aber irgendwelche Unannehmlichkeiten mit der Atmung geben, können wir uns bewusst machen, wie der ganze Apparat funktioniert und Techniken lernen um die Atmung in einen guten Fluss zu bringen.

Im Gesang geht es darum ökonomisch zu atmen.

Atemtechnik-Zwerchfell

Der Atem-Prozess an sich ist ganz einfach:

  • Wir atmen ein – Zwerchfell senkt sich, breitet sich aus und spannt sich flach unter der Lunge.
  • Der Brustkorb wird weit
  • Dann gibt es eine kurze Phase (In der CVT nennen wir das Free-Support) in der wir nicht aktiv supporten/(unter)stützen müssen, weil das Zwerchfell von sich aus gesenkt bleibt.
  • Wir atmen aus und das Zwerchfell hebt sich wieder
  • Der Brustkorb sackt ein
  • und wieder von vorn….

Schwierigkeiten lange Phrasen zu singen, entstehen meist dadurch, dass wir das Zwerchfell zu schnell „hoch“ kommen lassen. Dem können wir entgegenwirken, indem wir den Brustkorb durch entsprechende Muskel-Aktvität weit halten. Siehe dazu auch meinen Artikel Atemtechnik oder Support.

Es gibt viele gute Übungen um das ökonomische Atmen zu trainieren.

Mehr Informationen und praktische Tipps bekommen Sie in meinem Gesangsunterricht, Seminaren und Warm-ups vor den Mitsingkonzerten.

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